EDV

Stark vereinfacht wurde die Überwachung der „FaLL“ (Forderungen aus Lieferung und Leistung) für die Buchhaltung durch die EDV. So können etwa durch SAP und Ergänzungsmodule oder anderen Buchhaltungsprogrammen automatische Lieferstopps (mit der Verhinderung von Auftragsannahme) ausgelöst werden, wenn etwa ein bestimmter %-Satz an Einzelforderungen überfällig und unreklamiert ist. Diese können dann lediglich manuell durch höhere Instanzen aufgehoben werden. Neben allgemeinen Programmen existieren auch Module und Programme, die speziell das Kreditmanagement unterstützen und auch insbesondere Kreditversicherungen administrieren.

Bei der Feststellung und Überprüfung der mannigfachen Möglichkeiten und Instrumente zum verbessern, ergänzen, verfeinern oder reformieren des Kreditmanagements können die ProCreda und deren Partner Unterstützung und Anregungen für das Debitorenmanagement leisten.

Verjährung von Forderungen - Fristen für das Forderungsmanagement

Am 31. Dezember eines Jahres verjähren Forderungen, die drei Jahre zuvor fällig wurden. Daher müssen Verjährungsfristen besonders zum Jahresende geprüft und festgestellt werden: Zu prüfen ist, ob die Verjährung ggf. gehemmt oder unterbrochen werden kann - Mahnschreiben allein reichen dafür nicht aus!

Grundsätzlich ist der Durchsetzung von Forderungen durch die Verjährung eine zeitliche Grenze gesetzt. Nach Ablauf dieser gesetzlichen geregelten Frist kann sich ein Schuldner auf die Verjährung berufen: Der Gäubiger kann seinen Anspruch nicht mehr gerichtlich durchsetzen, auch wenn er ihm rechtlich zustehen mag.

Seit dem 1.1.2002 gilt also die Regelverjährungsfrist von 3 Jahren (in Ausnahmefällen kann die Frist kürzer oder bis zu 30 Jahre lang sein, etwa bei titulierten Forderungen). Die Regelverjährung gilt vor allem für die wechselseitigen Hauptpflichten aus Geschäften wie

  • Kaufverträgen
  • Werkverträgen
  • Mietverträgen
  • anderen Verträgen zwischen Kaufleuten
  • Nebenpflichten aus Verträgen:
    Erfüllungs-, Bereicherungs-, Schadenersatzansprüche

Die Frist beginnt mit Ablauf des Jahres, in dem der Anspruch fällig wurde.
Beispiel: Eine Forderung vom 25.12.2005 mit Zahlungsziel 30 Tagen beginnt die (Verjährungs-) Frist am 31.12.2006 und endet am 31.12.2009.

Die Zusendung einer Mahnung oder einer per Einschreiben versandte außergerichtlichen Zahlungsaufforderung hemmen oder unterbrechen die Verjährungsfrist nicht.
Nur wenige Maßnahmen unterbrechen (hemmen) indes den Ablauf oder lassen diese neu beginnen:

So startet die Verjährungsfrist erneut, wenn der Schuldner gegenüber dem Gläubiger den Anspruch durch Abschlagszahlungen, Zinszahlungen, Sicherheitsleistungen oder in anderer Weise anerkennt.

Unterbrochen wird die Verjährung durch eine Klage oder eine andere Rechtsverfolgung . Die einschlägige gesetzliche Norm der §§ 204 ff BGB nennt hierzu 14 verjährungshemmende Tatbestände, z.B.:

  • Zustellung eines gerichtlichen Zahlungsbescheids
  • Klageerhebung oder Einreichung einer Klage
  • Anmeldung des Anspruchs im Insolvenzverfahren

Die Verjährung ist gleichfalls gehemmt, wenn ein Gläubiger nachweislich (i.d.R. also schriftlich) mit einem Schuldner über einen Zahlungsanspruch verhandelt. Hemmende Wirkung hat auch eine Ratenzahlungsvereinbarung im Rahmen eines Inkassoverfahrens so lange, bis eine Partei die Fortführung der Verhandlung verweigert.

(Die Darstellung stellt den gesetzlichen Stand per 1.1.2009 dar)


Erstellung eines Forderungsmanagements

Wir unterstützen Ihr Unternehmen bei der

  • Implementierung,
  • Analyse und Optimierung sowie
  • Auditierung

eines Forderungsmanagement-Systems.

Hierbei stützen wir uns sowohl auf theoretische Grundlagen als auch effiziente Praxissysteme.

 

Zurück zu Seite 1
Zurück zu delkredere-Homesite